Decludder-Challenge Januar: Befreit euren Briefkasten!

Endlich hat das neue Jahr begonnen! Zeit zum umsetzen einiger „guter Vorsätze“. Und mit dem neuen Jahr startet die erste kleine Reihe hier auf ALITTLEMORESPACE. Meist ist es ja so, dass die Motivation zur Erreichung der neuen Ziele ungefähr bis zum 2. Januar anhält. Doch 2018 wird alles anders. Vor allem wenn man so tolle Verstärkung wie euch an der Seite hat!

Vielleicht kennt ihr das? Wenn ich einen Vorsatz habe (weniger Zucker essen,  mal eine Zeitlang nichts kaufen etc.) dann gelingt es mir viel besser, wenn ich es einmal laut ausgesprochen habe. Oder eben ausgeschrieben.

Der Januar beginnt so also als der erste Decludder-Monat in 2018 und meine auserkorene Aufgabe ist es, alle ankommenden Postsendungen im Briefkasten zu überprüfen. Sollte Werbung dabei sein oder so etwas wie Versandkataloge – da hat sich nämlich bei mir etwas eingeschlichen – wird die unnötige Post abbestellt. Zugegeben, die Idee ist nicht neu, aber bisher ist es bei mir nie über den „guten Vorsatz“ hinausgegangen. Das ändert sich jetzt. Mein Vorsatz für den Januar: Befreie den Briefkasten von unnötigem Ballast.

Das hat verschiedene Gründe:

  1. Warum sollten wertvolle Ressourcen wie Papier und Energie aufwändig verschwendet werden, wenn sie ohnehin im Müll landen? Von dem Co2 Ausstoß mal ganz abgesehen, der bei der Produktion und Auslieferung entsteht.
  2. Nerven und Zeit. Ich möchte nicht mehr, dass irgendwelche Dinge unaufgefordert mein Leben betreten. Und ja, so pathetisch das klingt, das gilt auch für Post!
  3. Weniger Fremdbestimmung durch weniger Werbung. Oftmals ist es so, dass sich bei mir Kaufimpulse und Bedürfnisse erst aus der Werbung ergeben. Das führt bei mir zu immer neuen Ideen, was ich „unbedingt haben muss“.

Ich bin mal gespannt was alles so reinkommt. Vielleicht wollt ihr mir einen Kommentar hinterlassen, wovon ihr euch gerne im ersten Monat des neuen Jahres befreien würdet?

Ich freue mich schon auf die weiteren Decludder-Monate, zum Glück hat das Jahr 12 davon.

Bis ganz bald!

Eure Ina

 

 

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Glück und Konsum – Gedanken über „Luxusprobleme“

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Kennt ihr das auch? Ich stehe morgens auf, um zur Arbeit zu gehen, arbeite 5 Tage die Woche und tue den ganzen Tag Dinge bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich sie eigentlich mag. Und dann bin ich abends müde vom Tun. Und dann, am Ende des Monats kommt die Entlohnung auf mein Konto. Und dann „belohne“ ich mich. Glaubte ich zumindest. „Jetzt gönn ich mir was“ ist ein Gedanke, den ich nur zu gut kenne.

Doch was soll das eigentlich heißen? Sich „etwas gönnen“? Bei mir sah das teilweise so aus: Rucksack auf, ab in die Stadt und dann erstmal was gekauft. Und wenn ich dazu zu müde war, dann konnte ich ja immernoch online shoppen. Und kurze Zeit später kamen sie dann: Pakete voller Dinge, die mir kurzzeitig Freude machen – und dann in der Ecke landeten. Oder im Schrank. Oder auf dem Speicher.

Und wenn es dann noch nicht genug war und die Sachen mich gelangweilt haben, dann habe ich noch mehr davon angeschleppt. „Diese Hose muss ich unbedingt haben!“. Im schlimmsten Fall vom Dispo-Kredit oder vielleicht sogar auf Kreditkarte. Und im nächsten Monat habe ich dann nicht für neue Sachen gearbeitet, sondern um die abzuzahlen die mich längst nicht mehr (oder zumindest nicht mehr so sehr) interessierten. Und wenn ich das so weiter machen würde, dann würde ich nicht mehr nur für diese Sachen arbeiten, sondern für die Zinsen, mit denen ich die Sachen finanziere (beim Dispokredit sind diese auch in Zeiten der Niedrigzinsen nicht zu verachten).

Und all diese Dinge wollen dann was von mir. Sauber gemacht werden. Updates, Reperaturen oder Pflege. Vor allem jedoch Zeit. Aber eigentlich will ich ja nichts mehr von diesen Dingen. Und so räume ich sie dann von A nach B und frage mich: Warum eigentlich?

Warum tue ich den ganzen Tag Dinge, von denen ich nicht weiß ob ich sie will, mit Geld, dass ich eigentlich nicht habe um mir Sachen zu kaufen, die ich eigentlich nicht mag? Die mir sogar Zeit stehlen die doch ohnehin so knapp ist weil ich ja soviel arbeite? Vielleicht sogar um Leute zu beeindrucken die mir überhaupt nichts bedeuten?

Die Antwort lautet: weil ich dachte, das Leben „wäre einfach so“. Beziehungsweise, weil ich gar nicht richtig nachgedacht habe. Sondern mich kurzfristig belohnt. Immer auf der Jagd nach dem „Glück“. Nur um festzustellen, dass ich eigentlich gar nicht wusste, warum ich tief in mir drin so unglücklich war.

Versteht mich nicht falsch. Ich mag meinen Job, wirklich. Ich habe viel dafür getan und möchte ihn nicht missen. Nur habe ich auch gerne Zeit. Zeit für mich. Zeit, die ich völlig selbstbestimmt gestalten kann. An mehr als 2 Tagen in der Woche. Und das merke ich immer erst dann, wenn ich mich von all dem loslöse. Alleine, mit dem Rucksack. 5 Kg mit denen ich genauso gut eine Woche oder 1 Jahr auskommen kann. Und wenn ich dann so sitze, ohne ein Haus voller Dinge, bin ich wieder in Kontakt mit mir.

Und da kommt dann das nächste Problem: Was anfangen mit mir selbst? Was wenn man die ganzen Ablenkungsmanöver einstellt und feststellt, das man mit nichts mehr in Resonanz ist? Doch das soll ein anderes Thema sein.

Für 2018 nehme ich mir deshalb etwas vor: 2018 soll meine Selbsterfahrung mit mir selbst und mit absolut bewusstem Konsum sein. Hier ist mehr als nur ein bisschen Achtsamkeit gefragt, und gerne nehme ich euch hier mit auf die Reise. Und wer möchte, schließt sich einfach an!

Bis ganz bald!

Eure Ina

Hallo ihr,

Willkommen auf ALITTLEMORESPACE, einem Blog über Gedanken und Perspektiven, die eure Sicht auf die Dinge verändern könnten. Denn: „We do not see things as they are, we see things as we are.“ Also macht es euch bequem und lasst euch inspirieren – Zeit für ein bisschen mehr Platz im Kopf – Eure Ina.